Grünland Beratung Anfrage Beispiele

Beratungsanfragen

Grünland Beratung Anfrage Beispiele an den Futterwiesenexperte HUMER


Grünland Beratungsanfrage zur Ampferbekämpfung zum Infraweeder  (Thermodorn, Abflammen) am 1.12.2020 von K.L.:

ich bin auf Ihre Homepage gestoßen, da ich mich sehr für die Ampferbekämpfung mit der Infrarot-Gastechnik interessiere, weil mein Betrieb demnächst auf Bio umgestellt wird.

Können Sie mir eventuell Auskunft geben welcher Infraweeder geeignet ist für die Ampferbekämpfung ?

ANTWORT

Hallo,

um  diese Technik ist es heute in der üblichen Landwirtschaft sehr ruhig geworden. 

Die letzten Versuche dazu hat Pötsch vom LFZ Raumberg Gumpenstein ca 2001 durchgeführt.

https://www.researchgate.net/publication/322538739_Wissenswertes_zur_mechanischen_und_chemischen_Ampferbekampfung

https://gruenland-viehwirtschaft.at/fachinformationen/gruenland/155-der-ampfer-die-problempflanze-im-gruenland.html

http://www.agraost.be/doc/Rumex_ReguBekampf_Prasentation_Potsch_050406_Dpdf.pdf

Bauern waren mit dieser Technik nie zufrieden, weil sie viel zu teuer und langwierig ist.

In Dtl wird diese Info gegeben:

https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz/genehmigungen/unkrautohnechemie/index.htm

Ich empfehle meine Praxiserfahrung von Biobauern die den Ampfer folgend in Griff bekamen:

https://futterwiesenexpertehumer.blogspot.com/2018/06/naturliche-ampferbekampfung-durch.html

Ampferbekämpfung ohne Chemie – für Biobetriebe

Natürliche Ampferbekämpfung durch Vielschnitt und permanente Einsaat

MFG JHUMER

https://futterwiesenexpertehumer.com/2020/07/03/gruenlandberatung-di-humer/ Grünland Expertenberatung vom Futterwiesenexperten HUMER –  Futterwiesenexperte HUMER

Bei Futterwiesen kommt es auf die richtige Artenwahl der Futtergräser samt Kleearten an. Nur wer die wüchsigsten Gräser für seine Standorte sät, hat gute Ernten und wenig unerwünschtes Unkraut! Die Zukunft und der Erhalt von Wiesen liegt nicht in vielfältigem Unkraut sondern im besten Futter, das gesät und geerntet wird!

Gräserführerschein 2019 HUMER 96dpimin


Luzernegras auf Dauerwiese?

Luzernegras auf Dauerwiese
Email vom 7. Juli 2019 um 21:58
An: johann.humer@gmail.com
Sehr geehrte Herr Dipl Ing. Humer
Mit großem Interesse lese ich schon jahrelang ihre Beiträge. Das Knaulgras hat sich bereits in allen Wiesen etabliert. Wir liegen auf 730m exponiert,in windiger Lage mit trockenen Sandböden. 2018 wurden 5 ha Dauergrünland wegen Engerlingbefall saniert. Die extreme Trockenheit macht uns große Sorgen. Wir möchten mehr Luzerne anbauen. Reinsaat oder mit Knaulgras und engl. Raygras zum 4 x mähen. Wir führen unseren 28 ha Betrieb als Bio- Heumilch Betrieb mit leistungsstarker  Entfeuchter Trocknungsanlage. Wie lange hält sich ein gut geführter Luzernebestand? (höher mähen, 1x blühen, Schwefelkalk streuen). Wäre LG-Mischung besser zum grün einfüttern? Was anbauen nach Luzerne auf Dauergrünland? Was halten sie vom Sudangras zum verfüttern?
Wir möchten unseren Betrieb optimieren damit wir auch in Zukunft hohe Grundfuttererträge trotz Engerling und Dürre erhalten. Wir möchten unseren Viehbestand mit 36 Kühen und 7 Jungtieren nicht mehr reduzieren wegen dem Dünger. Aus diesem Grund wäre natürlich die Luzerne ideal.Ich bitte sie um ihre Expertenmeinung. Entweder vor Ort, telefonisch oder per E-mail.
Herzlichen Dank
LG HM
S.dorf
4172 St. Johann am Wimberg OÖ.

HM hat schon die Grünlandberatung von der LK OÖ mit Peter Frühwirth probiert.

HM war aber mit Peter Frühwirth einfach nicht zufrieden, da er ziemlich brutal und empathielos über die zu beratenden Bauern  „drüberfährt“ und dann erst seinen Berater-Job  an den Maschinenring delegiert.
Deshalb wendete sie sich an mich.
Scheinbar macht Frühwirth mit dem Maschinenring einen Großversuch in OÖ mit dem Pilzmittel „ARTIS PRO“ auf Kosten und Risiko der Bauern.
Der Maschinenring lies eine große Menge „ARTIS PRO“ auf Bestellung sein Risiko produzieren und das muss nun verkauft werden, erfuhr ich durch Vorträge.
Diese Geschäftsmodell mit Groß-Versuchen ist auf Kosten der Bauern
ist neu. Schuld daran ist auch, dass sich die offiziellen zuständigen Stellen darum nicht kümmern, vielleicht sogar weil sie von den Landwirtschaftskammern gar nicht informiert sind.
Jeder kann sich dazu seinen Teil denken. Ich frage mich, warum bei so einem Problem nicht die zuständigen Stellen wie GUMPENSTEIN, das Ministerium, AGES, AMA und die erfahrenen entomologisch forschenden Unis aufgreifen. Wahrscheinleich sind sie gar nicht informiert worden, dass hier eine entomologisch tickende Zeitbombe am Grünland heranwächst.
Ich selber habe auch BUCHGRABER, den obersten zuständigen Grünlandchef vom ministerium und GUMPENSTEIN dazu im Frühjahr bei der Klimatagung zur Engerlingsbekämpfung befragt, nachdem er seit 1997 immer wieder von mehreren tausenden Hektaren Grünlandschäden durch Engerlinge in den Zeitungen schreibt. Da sollte er doch in  22 JAhren etwas unternommen haben. Hat er aber scheinbar nicht, weil  Gumpenstein keine Forschung und Publikationen zur Eindämmung des Problemes weder für Wissenschaft, Beratung und Policy-Tips für das Ministerium bereitgestellt hat bzw öffentlich bekannt sind.
BUCHGRABERs Kernaussage war aber, dass der von der Engerlingsbekämpfung mit Pilzmitteln nicht viel hält. Das bedeutet, dass seine fachliche Aussage bloß auf Intuition beruht und nicht auf untersuchten Fakten. Leider ist das nicht das erst Mal, sondern fast prinzipiell bei seiner schwerwiegenden Grünlandempfehlungen zu Einsaaten, Saatgutmischungen und zur Bekämpfung der Gemeine Rispe. Da dazu keine nachhaltige Versuche dazu bekannt sind , beruht sein Spiel im Ministerium und vor Bauern, Studenten, Schülern und Beratern auf Basis seiner gewaltige Wortpropaganda und nicht auf wissenschaftlich repoduzierebaren Fakten, ist inzwischen immer mehr meine eigene Ansicht und Conclusio.
Ich wurde dazu schon von der BOKU eingeladen, einen Vortrag über diese zerstörerische Insekten Invasion zu berichten.
HM teilte auch mit, dass heuer bereits die Junikäfer jetzt um diese Zeit abends  massenhaft und tollpatschig über die Wiesen herum schwirren und scheinbar alles mit einer Kontur anfliegen. So auch auf der Kleidung der Person landen und zur Eiablage herumkrabbelnd herumsuchen.

Sehr geehrter Herr Humer,
meine Schwester hat am Schneeberg einen Bio-Mutterkuhbetrieb mit fast 40 ha Grünland.
Die Wiesenbestände sind nicht mehr optimal trotz durchgehender Sommerweide, Gülle und Rottemistausbringung.Wann wäre es von der Vegetation optimal eine Spontanberatung vor Ort mit Ihnen zu terminisieren?Mit freundlichen GrüßenOK


Antwort
Lieber Herr ,
bei Weiden ist es mit Beginn der Vegetationszeit schon möglich die Narbe zu verbessern.
Jetzt im Frühjahr wirkt sich jeder frühere Tag einer Wiesenverbesserung umso eher schneller und besser aus.
Ausserdem braucht es Zeit bis man das gewünschte Saatgut bestellt und am Hof hat.
Bei einer Tonne TM Mehrertrag/ha, werden bereits um 100 – 200 € besseres Futter mehr generiert. Nicht selten könnten Pflanzenbestände 2 bis 4 t TM/ha mehr bringen, wenn Saatgut, Düngung und Management optimal eingesetzt werden, also alles zusammenpasst.
Ich war dort auch in der Nähe von Pfenningbach auf 2 Betrieben, wo der Weiße Germer bzw Wiesenpippau statt dem guten Futter sich problematisch ausbreitet, wenn Stillstand herrscht.
Ich freue mich auf den Rückruf von Ihren bzw. Ihrer Schwester.

MFG

J HUMER


Sehr geehrter Herr Humer,



ich bin durch ihre Internetseite auf Ihre Beratung aufmerksam geworden, und möchte Sie fragen ob im Frühjahr eine Grünlandberatung auf meinem Betrieb in der Steiermark möglich ist

RP




Hallo Hr.Humer



​ich habe einen Milchviehbetrieb mit 30 Milchkühen + 25 St. Nachzucht im unteren Mühlviertel (Bez. Perg, 4323 Münzbach)

15 ha Wiesen,davon 6ha Steilflächen von 25-50 %, und 8 ha Acker.

​Ich suche schon einige Jahre nach einer Möglichkeit mein Grünland zu verbessern und verfolge ihre Beiträge mit sehr großem Interesse.

​Momentan überlege ich die Anschaffung eines Grünlandstriegels ( Einböck) einen Kleinsamenstreuer hab ich schon.

Es wäre eine große Hilfe wenn sie mir bei einer Wiesenbegehung die Möglichkeiten einer Grünlandverbesserung

(Gräserbestimmung,Düngung, Übersaat,Saatmischungen.etc…) aufzeigen könnten.

Meine Adresse: 4323 Münzbach TelNr:

(Mo Di Mi bin ich zuhause,Do Fr arbeite ich außerbetrieblich)



Mit freundlichen Grüßen und Dank im voraus

KMH



Antwort:



Liebe Familie ,

Empfehlungen zur Grünlandverbesserung kann man im Frühjahr am bestem durch eine Wiesenbegehung ein paar Wochen bis zum ersten Schnitt durchführen. Ich selber bin Ende April wiederin Österreich, was für eine Wiesenbegehung bei Ihnen vielleicht noch passt.

Man muss sich zuerst die Gras Arten anschauen, die bei Ihnen am besten gedeihen und noch mit solchen Gräsern und Kleearten ergänzen, die Chancen auf guten Wuchs und gutes Durchkommen haben.



Da Gräser bei stärkerer Nutzung immer weniger werden und auch absterben, ist wichtig, dass ein gewisser regelmäßiger Samennachschub durch geeignete Arten erfolgt.



Nach meinen Erfahrungen decken Wiesenmischungen zur Anlage und Nachsaat ein gewisses Gräser Spektrum gut ab, oft wachsen aber davon einige Arten kaum oder gar nicht an. Deshalb muss man Wiesen mit gut wüchsigen und ertragreichen Arten immer wieder auffrischen, was oft mit einer Saat kaum gelingt. Der Samenstreuer ist daher ein wichtiges Gerät. Bei Frühjahreseinsaaten ist wichtig die grossen Lücken zumindest wieder zu füllen. Für die generelle Grünlandverbesserung ist der Sommer besser geeignet, da da die Einsaat mehr Licht bekommt.



Meine Erfahrungen zeigen, dass man dann in 1 bis 3 Jahren wesentlich wüchsigere Futtergräser ernten kann.



Mit besten Grüssen

DI Johann HUMER




Sehr geehrter Herr Humer,



meine Mähweide für Pferdeheu ist gerade übersät von Spitzwegerich!Seit nunmehr zwei Jahre explodiert dieser Wegerich! Im letzten Jahr ist zwei Mal Simplex zum Einsatz gekommen! Eine zügige Nachsaat und anschließende AHL Düngung hatten nur kurzfristigen Erfolg! Eine Untersuchung des Bodens durch die LUFA ergab keinen nennenswerten Befund! Nach dem ersten Wiesenschnitt in diesem Jahr (Heuernte) keimte der Spitzwegerich durch das hohe Samenpotential im Boden wieder hoch! Nun steht der Wegerich wieder in voller Blüte! Kein Lohnunternehmen will die Weide mähen und den Schnitt abfahren!!! Ich selbst habe nicht die Landwirtschaftlichen Geräte.Können Sie weiterhelfen!Für eine Beratung wäre ich Ihnen sehr dankbar!



Ich überlege jetzt Totalherbizid Round Up mit anschließender Neuansaat!



Mit freundlichen GrüßenSM26180 Rastede


Antwort:
Geschätzte 
,
Wegerich ist in der Regel ein Zeiger für wenig Nährstoffe (Phosphor und Kali) und dass die Futtergräser ausgehungert sind und absterben – meistens durch Verzicht auf Düngung mit N, P und K.

Auch scharfe Beweidung schadet den Horstgräsern (= Heugräser), weil Horste zertreten werden.
Zur Beweidung sind andererseits nur Weidegräser geeignet, weil sie durch starker Ausläuferbildung überleben können.
Insofern entspricht eine Mähweide keine dieser Voraussetzungen auf Dauer. Eine Trennung für Heu und Weide entspricht daher besser den Ansprüchen der Gräser. Mehr dazu unter:
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Gr%C3%A4serartenwahl+f%C3%BCr+Weiden+und+M%C3%A4hwiesen

Eine wirkliche Wiesenverbesserung bringt nach dem Scheitern Ihrer bisherigen Versuche wohl nur eine Neuanlage von Heuwiese und Weide.
Glyphosat ohne Umbruch, kann manchmal zwar gelingen, ist aber bei schlechten Aufgang der Saat keine Verbesserung.

Wirklich wirksam ist nur die Kombination von Glyphosat zur Vernichtung der meisten grünen Unkräuten und dann der Umruch mit einigen Bodenbearbeitungsgängen durch Eggen zur Narbenauflösung und dann die Neusaat mit max 1 cm Sätiefe und Anwalzen bei Trockenheit. Es ist klar, dass das aufwändig ist. Unter Umständen kann auch ohne Glphosat erfolgreich gearbeitet werden.

Für eine Pferdeheuwiese sowie für eine Pferdeweide sollten auch eigene Mischungen verwendet werden, da die bessere Chancen für die jeweilige Nutzung bieten. Dazu gibt es bei uns die Mischungen PH und PW. Notfalls können ähnliche Grundmischungen mit einzelnen Horstgräsern oder Weidegräsern gemäß PH oder PW-Mischungen angereichert bzw dazugemischt werden.

Donwload PDF mit PH und PW Mischungen = Pferdeheuwiese Pferdeweide
https://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwjS2oawuObVAhVPL1AKHfUgB0YQFggnMAA&url=https%3A%2F%2Fwww.lagerhaus.at%2Fmedia.php%3Ffilename%3Ddownload%253D%252F2014.01.22%252F1390399565184461.pdf%26rn%3DDas%2520Fachblatt%2520f%25FCr%2520Gr%25FCnland.pdf&usg=AFQjCNFDe8IoNTppjpFNH2rHu2FfwyIJgg

Nach dem Anbau der Neuansaat keimen auch einjährige Ackerunkräuter, die sind durch einen Reinigungsschnitt zu kürzen. Eine Weide sollte erst nach dem ersten Hauptnutzungsschnitt nach dem Anbau erfolgen, dass die Narbe für Betritt gefestigt ist.

Es gibt auch noch weitere Neuanlageverfahren wie Direkteinsaat mit Rototiller usw. Mehr dazu unter:
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Gr%C3%BCnlanderneuerungsverfahren

Ein mühseeligeres Verfahren ist, ständig und mehrmals im Jahr die offen Bodenstellen zu besämen bis das eingesäte Gras langsam Oberhand gewinnt. Es dauert etwa 3 Jahre bis eine Änderung eintritt. Das Verfahren hat den Namen Hufkultivierung. Ich habe es näher beschrieben unter:
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Hufkultivierung+Fitnesskur+f%C3%BCr+Weiden
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Hufkultivierung+hoof+culivation+in+www



Mit besten Grüssen und wünsche guten Erfolg
Johann HUMER, Wien, Österreich


Lieber Herr Humer, 
vielen Dank für die ausführliche Beratung! Ich werde mit dem Einsatz von Round Up sowie mit einer anschließenden Neuansaat und der von Ihnen empfohlen Weidesaat-Mischung dem Wegerich wohl beikommen (so hoffe ich!)!
Eine Frage stellt sich mir nur noch, favorisieren Sie eher eine Neuansaat im Herbst oder im Frühjahr?

Herzliche Grüße
aus dem Ammerland


Hallo,
eine Neuansaat im Herbst ist konkurrenzfähiger und entwickelt weniger Unkrautaufgang, sowie liefert im nächsten Jahre bereits den vollen Ertrag. MFG J HUMER



31.8.2017

Sehr geehrter Herr Humer,

Mein Mann und ich sind Neueinsteiger in der Landwirtschaft und daher noch ziemlich unerfahren was Anbau betrifft. Wir starten mit einer Alpakazucht im Marchfeld und haben dafür u.a. ca. 4000 m2 mit Saatmischung für Dauerweiden in mittlerer bis trockener Lage angelegt. Die Saat ist durch zusätzliche Bewässerung schön aufgegangen und jetzt ca. 5-6 cm hoch. Mein Mann ist der Meinung wir sollten mit dem Rasenmäher durchfahren, um das Wurzelwachstum anzuregen ( so hat er es gehört von Jemandem der Fertigrasen produziert). Ich bin der Meinung wir sollten die Weide wachsen lassen bis zum Einzug unsere Tiere in ca. 4 Wochen.
Würden Sie uns hierzu bitte Ihre geschätzte Expertenmeinung mitteilen.

Mit besten Grüßen


Hallo,
wenn man Grünland neu anlegt, wachsen zumeist einige oder sogar viele Feldunkräuter mit. Dass diese die junge Saat nicht überwuchern ist ein Reinigungsschnitt (Mahd siehe: http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/search/view/Reinigungsschnitt%20)
notwendig. Den macht man wenn das Gras ca 15 cm hoch ist bzw. wenn das Unkraut droht die Saat zu überwachsen. Weiden sollte man nie bereits beim ersten Aufwuchs nach einer Neuanlage. Die Weide mit Tieren sollte erst nach ein bis zwei Schnittnutzungen erfolgen, wenn das Gras gut verwurzelt ist und der Boden gut abgesetzt ist, damit es zu keiner vorzeitigen Schädigung der jungen Narbe kommt. Möglicherweise schädigt auch die zu tiefe Mahd mit solchen Rasenmähern, wenn die Schnitthöhe unter 6 cm liegt.
Ich hoffe, dass Sie mit diesen Informationen durchkommen und wünsche guten Erfolg.
Beste Grüsse
J HUMER

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Vielen Dank für Ihre rasche Antwort, Sie haben mir damit sehr geholfen!Beste Grüße aus dem Marchfeld 1.9.2017









SMS Anfrage 2018apr27
I bin a Damwildhalter mit Wolfmilchproblemen.
Ersuche um Auskunft. 


LG PFELDBACH Stmk


Empfehlung zur Zurückdrängung von Wolfmilchverunkrautungen


Natürliche biologische Eindämmung

Wolfsmilch mitregelmäßiger Motorsensen Mahd schwächen

Regelmäßige Nachsaat auf LückenNarbe dicht machen mitEngl RaygrasWiesenrispeWeisskleeKammgrasevTimotheWiesenschwingel

und NPK Düngung für guten Wuchs der Gräser

Bekämpfung mit Herbiziden geht schneller

Nachteile,1 – Flächen müssen gesperrt werden2 – ohne Bestandesverbesserung mit Nachsaat und Düngung werden alle Unkräuter trotzdem wieder nachwachsen—Wolfsmilch breitet sich auffällig 2018 bei trockener Witterung im Frühjahr in Österreich immer stärker aus.

Wegen der Giftwirkung von Wolfsmilch im Wiesenfutter für die Tierhaltung muss die Ausbreitung generell verhindert werden, wenn die Flächen nicht noch mehr entwertet werden sollen.




Folgeberatung bei Hansjörg

nach einer Grünlandberatung in Tirol, Hollenzen.





Hallo Hans kennst du diesen Käfer hier in Ginzling Kann man da über die Bewirtschaftung Schaden abwenden🤔 LG Hansjörg

[29.5., 11:53] J HUMER: Es ist eine Maikäferart, dessen Larven, die Engerlinge in ertragsschwachen Wiesen die Gräserwurzel anfressen, sodass die Grasnabe abstirbt u braun wird u sich wie eine Haut abziehen lässt![29.5., 12:11] J HUMER: Abhilfe: Wiese umbrechen, mehrmals tief grubbern oder Fräsen. Später gut düngen, da sich die Larven nur in lichten, schwachen, dünnen Wiesen in warmen Lagen entwickeln.[29.5., 12:39] Hansjörg : Hans das ist auf der Alm 1000m
[29.5., 15:04] J HUMER: Ja auch dort fliegen sie, weil es immer wärmer wird! Einsäen und düngen , wo die Grasnarbe dünn und schwach ist – auch auf der schönen ALM dort![29.5., 18:25] Hansjörg: Dieser Käfer ist aber viel kleiner als der Gartenlaubkäfer[29.5., 19:05] J HUMER: Hier einige Infos in 2 PDF.Engerlinge Maikäfer Feldmaikäfer Gartenlaubkäfer Junikäfer[29.5., 19:31] Hansjörg : Vielen Dank Hans
Hier ein Vergleich der Käfer.Foto aus Beitrag:Pötsch, E.M., Strasser, H. und Berger, H. (1997):Was Sie über tierische Schädlinge am Grünlandwissen sollten. ÖAG Sonderbeilage 2/97Käfer aus Engerlingen


Reine Knaulgrasansaat für Jungvieh und Pferde?
07.07.2018, 01:34

Sehr geehrter Herr Humer,



Seit Jahren lese ich Ihre Berichte bezüglich Futterproduktion und bin von Ihren Kenntnissen hochbegeistert.

Ich erlaube mir Ihnen auf diesem Wege zwei Fragen zu stellen.

Kann eine reine Knaulgrasansaat für Jungvieh und Pferde eine ausgewogenen Grundfutterversorgung (Eiweiss- Energie) liefern?

Wo kann ich die von Ihnen vorgeschlagene LK-Heuwiesemischung beziehen?



Mit besten Grüssen

Guido S.

Grünlandlandwirt aus Alterswil, Kanton Freiburg, Schweiz





Lieber Guido,

zu Ihren Fragen:



Kann eine reine Knaulgrasansaat für Jungvieh und Pferde eine ausgewogenen Grundfutterversorgung (Eiweiss- Energie) liefern?

Wo kann ich die von Ihnen vorgeschlagene LK-Heuwiesemischung beziehen?



Ja im Prinzip. Jungvieh braucht aber ein jüngeres, früherer gemähtes, gedüngtes eiweissreichere Futter, während Pferde das viel weniger brauchen und mehr naturbelassenes Futter bevorzugen. Eine reine Knaulgrasansaat würde ich auch deswegen nicht machen,  weil die Narbe vom Knaulgras allein sehr lückig wird. Eine gewisse Beimengung anderer Arten, macht ein bekömmlicheres Futter und eine bessere Narbe. In dem Fall , würde ich auch Glatthafer, Timothe und Rotschwingel als Untergras als guten Narbenbildner hinzunehmen.



Meine Mischung müssen sie bei Ihren Samenhändlern mischen lassen. In Westösterreich 

ZB Fa. Schwarzenberger 

A-6176 Völs, Bahnhofstraße 32 Tel. +43 512/ 303 333

office@samen-schwarzenberger



Es gibt auch fertige artenreichere Pferde Heu und Pferdeweide Mischungen in Österreich unter

https://www.diesaat.at/das-fachblatt-fuer-gruenland-2018+2500+3053453

Ich hoffe ich habe Ihnen damit weitergeholfen.



 J HUMER

———————————————————————————

Mit besten Grüssen aus der Schweiz
 

 

 

Sehr geehrter Herr Humer,

Herzlichen Dank für Ihre rasche Antwort.
Gerne wende ich mich bei ausstehenden Fragen nochmals an Sie.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Mit besten Grüssen aus der Schweiz

 

10.07.2018, 15:46

Sehr geehrter Her Humer, 

Eine Anruferin hat mit Interesse den Artikel „Kreuzkraut“ in der BauernZeitung KW 27, S. 7, gelesen. Sie fragte nun, wie man das Kraut entsorgen kann.

Ist es möglich, dass Sie sie zurückrufen?
Hier ihr Name und ihre Telefonnummer:
Fr. Erika F., Arbing

Herzlichen Dank und liebe Grüße,

Eva Zitz
__________________________________Eva Zitz

Österreichische BauernZeitung

Agrar-Media Verlags GesmbH (AMV)

Schauflergasse 6, A-1010 Wien

Tel. +43/(0)1/533 14 48-36

Fax +43/(0)1/533 14 48-33

e.zitz@bauernzeitung.at

www.BauernZeitung.at


Erfahrungen mit Weidemischungen 

in trockenen Lagen in Niederösterreich



EMAIL Anfragebeantwortung:



Gesendet: Montag, 07. Juli 2014 14:20







Hallo Hans,



hast du Erfahrungen mit Weidemischungen für trockene Lagen. Bisher haben wir in Tirol immer die Kwei (50%Wiesenrispe und 50% Raigras) verwendet. Wie ist dazu deine fachliche Einschätzung? Rotschwingel? Kammgras?



Schöne Grüße aus Tirol





Ich habe vor ein paar Jahren einige Mutterkuhbetriebe mit Dauerweiden im Weinviertel und an der Grenze zum Burgenland mit dem Kollegen Daniel Heindl vom Weidereferat mit Dauerweiden besucht und folgendes festgestellt:

  1. Engl. Raygras war überraschenderweise in allen Betrieben das typischste Weidegras
  2. Wieserispe – habe ich nur bei einem Betrieb im Weinviertel etwas gefunden, in den andere Betrieben in so gut wie nur unbedeutenden Mengen. Nur in Lagen mit mehr Niederschlag traue ich der Wiesenrispe höhere und signifikantere Anteile zu.
  3. Rotschwingel – in nur besonders trockenen Lagen, ist aber sicher die robusteste Art unter besonders trockenen Bedingungen
  4. Kammgras – findet man nur in sehr selten und nur in wirklich extensiveren Lagen
  5. Rotstraussgras wie Flechtstraussgras (ist für mich unerwünscht !!) trat im Juli 2008 bei einigen stark auf
  6. Knaulgras und Weißklee waren die beständigsten Arten mit je 10 – 20% Flächenanteil
  7. Timothe und Wiesenschwingel tritt bei uns fast nie auf, ausser in 1-2 Schnittwiesen mit später Nutzung
  8. Glatthafer ist auch auf einer Mutterkuhweide im Weinviertel gut gewachsen, wo er in mit einer Dauerwiese „A“ für trockene Lagen 2004 neu angelegt wurde.





Für Weidemischungen in trockenen Lagen 

haben folgende Weidefutterpflanzen in der Reihenfolge mit abnehmend gereihter Bedeutung 

nach meinen Erfahrungen die beste futterbauliche Effizienz:

  1. Englisches Raygras
  2. Weißklee
  3. Knaulgras
  4. Rotschwingel
  5. Rotes Straußgras
  6. Glatthafer
  7. Wiesenrispe
  8. Hornklee



IMGP0379 Mutterkuh Weide in Niederkreuzstetten mit Luzerne Gras Mischung.jpg



IMGP0379 Mutterkuh Weide in Oberkreuzstetten mit Luzerne Gras Mischung





IMGP0376 IMGP0379 Mutterkuh Weide in Niederkreuzstetten mit Luzerne u Engl Raygras.JPG

Mutterkuh Weide in Obererkreuzstetten mit Luzerne u Engl Raygras





IMG_0034 - Glatthafer Oberkreuzstetten in Mutterkuhweide Anlage 2004 Foto 2013.jpg

IMG_0034 – Glatthafer Oberkreuzstetten in Mutterkuhweide Anlage 2004, Foto 2013

Glatthafer hat sich hier auch auf einer Dauerweide mit gelegentlicher Schnittnutzung gut gehalten.

Diese Erfahrung in dieser trockenen warmen Ackerbaulage widerspricht der typischen Lehrbuchmeinung, dass Glatthafer kein Weidegras sei.

Es kommt eben darauf an.



IMG_0013 Hornklee in Mutterkuhweide Oberkreuzstetten 2013, 1024x768.jpg

IMG_0013 Hornklee in Mutterkuhweide Oberkreuzstetten 2013, 1024×768



IMG_0718 Wiesenrispe 2011mai13 Mutterkuhweide beweidet Oberkreuzstetten.JPG

IMG_0718 Wiesenrispe 2011mai13 Mutterkuhweide beweidet Oberkreuzstetten.JPG“


 


HIER GEHTS ZUR LÖSUNG IHRER PROBLEME MIT SCHLECHTEN FUTTERWIESEN.

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