Aktuelles Massenauftreten von Pflanzenschädlingen auf Agrarflächen – Vortragsankündigung

●Engerlinge ●Maiswurzelbohrer ●Drahtwurm ●Schwarzkopfregenwurm ●Mäuse, Wildschäden …

Mein nächster Vortrag an der Universität für Bokenkultur in Wien: 
Aktuelles Massenauftreten von Pflanzenschädlingen auf Agrarflächen. Praxisbericht, Ursachen und Lösungen (?)

Engerlinge Maiswurzelbohrer Drahtwurm Schwarzkopfregenwurm Mäuse, Wildschäden.
Dienstag, 7.Jänner 2020, 15:00 – 17:00
Gregor Mendel-Haus, MENH | HS I (MENH-EG/09)
Gregor-Mendel-Straße 33, 1180 Wien

https://boku.ac.at/veranstaltungen/veranstaltung/52723

Laufende Vortragsbearbeitung an PPT hier via LINK hier einsehbar:

https://1drv.ms/p/s!AqsU3jum5ctNgoQ0nAfKhOC57_Y2MQ

ACHTUNG: Der Boku Zoologie Assoc. Univ. Professor Dr. Johann Georg ZALLER, lud mich vom diesem Vortrag wieder aus, was für eine Universität (noch dazu: meine Alma Mater) höchst verwunderlich ist. Sollte doch gerade eine Universität auch ein Ort des offenen Meinungsaustausches sein. Umso mehr wenn es verschiedene Meinungen zum Thema Schädlingsbekämpfung gibt.

Der Anstoßpunkt war, dass in in einem einem Bekannten in fb postete, dass ich glaubte, dass Forscher wie er, dem Block der Weltverbesserer dem wohl viele Forscher zugehören, meiner Meinung eher links inspiriert sind. Aber ohne ausreichend besseren Alternativen für Konventionelle schadet das unseren vielen der um 70% konventionellen Bauern, wenn er als Verbreiter der oberste Boku-Lehre seines Biologiefaches, nur einseitig streng den Biolandbau mit den auch dort vielen chemisch syntetischen tolerierten Mitteln propagiert. Irgendwie operieren solche Gruppen, die darin scheinbar das Heil und agrarische Weltenrettung sehen mit einer starken BIAS, weil nämlich bislang die vielen Hungernden gerade erst mit hilfsgelieferten Lebensmittel zum Überleben aus den prosperierenden Ländern kommen , die nahezu völlig mit konventionellem Pflanzenschutz massenhaft von Betrieben wie USA und besonders auch der Ukraine stammen, wie man erst jetzt durch den Ukrainekrieg öffentlich erfuhr.

Offensichtlich wird hier, wie der Fall zeigt mit starker BIAS operiert und damit ein massiv verzerrtes Bild von der realen Praxis den Studierenden und der Öffentlichkeit bis hin in die agrarische Ausbildung suggeriert. Das ist mit auch ein Grund, warum in Österreich viele Bauern durch solches Bashing, letztlich ihre Betriebe aufgeben müssen, weil sie unter diesem zunehmenden Druck von ständig endlos neuen Auflagen und Bashing nicht mehr wirtschaftlich ihr eigenes Land landwirtschaftlich überlebensfähig bewirtschaften können, da ihre Produkte immer weniger konkurrenzfähig am Markt sind, außer vielleicht beim aber sehr arbeitsintensiven Direktverkauf.

Ich sehe damit das schleichende Verschwinden von heimischen landw. Lebensmitteln und die Überflutung mit importierter Ware, die vermutlich zumeist erst mit viel unkontrollierten chemischen Pflanzenschutz und noch mehr chemischen Zusätzen verarbeiteter Lebensmittel, die noch mehr chemisch bekandelt ist als unseren Agrarprodukte mit nahezu endlosen Auflagen für Bauern bei unserer heimischen Urproduktion.

Wie ich als Biobotschafter für Bioprodukte aus der heimischen Biolandwirtschaft selber von 2021-2024 blutig und mühsam erleben mußte, wollten fast keine der von mir an die 300 kontaktierten Gastronomiebetriebe, Kantinen oder Schulen in NÖ, Wien und OÖ auf unsere österr. Bioprodukte vermehrt umstellen. Dabei fließen ohnedies jährlich ca 300 Millionen €uro in die biologisch produzierenden Biohöfe. Unsere Bioprodukte sind also ohnedies massiv gestützt. Diese Vorteile nützen aber meist auch wiederum nur eher betuchte Konsumenten, die vielmehr gar keine preisgestützten heimischen Bio-Lebensmittel bräuchten. Die Bioförderung kommt also erst eher dem besser gestellten Bevölkerung zugute, was eine glatte öffentliche Fehlinvestition ist, zumindest wirtschaftlich betrachtet.
Diese Komplexität und Ambiguität wird aber scheinbar in der Agrarproduktion in der Lehre nicht vermittelt, wenn auf nur eine einseitige Philosophie der Produktion gedrängt wird und nur hoch sektorale und damit hoch einseitigen Betrachtungen und das von bereits nur einer einzigen Fachdisziplin der BOKU für die Landwirtschaft vermittelt wird, wie man aus die vielen Vorträgen auf Youtube beim Zoologen ZALLER jeder sich selber überzeugen kann, der sich selber als unter dem Bauernstand aufgewachsen, aus dem Salzburger Land beschreibt.

Das gesamtheitliche, also hollistische Betrachtung fehlt offenbar heute in der breiten Landwirtschaftslehre, da durch die extreme Expertenbildung, Förderung und ihrer hoch sektoralen, aber nicht generellen Lehrumfang eine extrem einseitige und damit eine hoch BIAS belastete Lehre und Darstellung erfolgt, die an Irreführung für andere Produktionsweisen wie die konventionelle lw. Lehrmeinung grenzt, wenn nur eine verengte sektorale Sicht ohne dem heutigen weltweit verbreitetem Pflanzenschutz mit all seinen objektivierten Vor- und Nachteilen gelten soll.

Letztlich führt diese Lehre zum Niedergang unseres österr. Bauerntums, die selber durch die Urbarmachung der wilden Natur, die die heute Welt in Europa nie ernähren könnte, sowohl Selbstversorgung der Bevölkerung wie eine vielfältige Biodiversität geschaffen hat, die die Natur zB auf Wiesen nie selber hervorgebracht hätte.

Es ist eigenartig, dass diese hoch BIAS belasteten Kreise in der Lehre noch immer nicht die kommenden Abhängigkeiten von weltweiten Agrar-Großkonzernen voraussehen können, weil man die sehr kleinteilige, heimische Landwirtschaft mit ihrer Vielfalt an extensiver und teils ohnedies nur geringer intensiver Landnutzung quasi als Zubringer mit Auflagen zu Tode ruiniert hat.

Nach meinen Berechnungen werden in Österreich ohnedies nur 15 % der Landfläche agrarisch genutzt, die Düngung und Pflanzenschutz brauchen. Der Großteil und Rest ist bei uns ohnedies Vegetation und Kulturraum, die nicht gedüngt oder eher sehr wenig genutzt wird.

Es gibt als nur wenig Gründe, die Landbewirtschaftung dramatisch zu ändern, wie sie Naturschützern vorschwebt. Bei uns, aber auch in der höchsten Andendörfern, sagt der bekannteste Vegetationsökologe ELLENBERG, gibt es ohnedies fast keine Natur oder Naturvegetation, weil seit der Steinzeit und nach der letzten Eiszeit, die frühere Natur fast völlig bis zu dem Gipfelkreuzen der Berge in einen fast überall genutzten Kulturraum umgenutzt und verwandelt wurde. Seit einigen tausend Jahren, gibt es also nur mehr großteils gerodeten Naturraum als Kulturraum, die der Mensch seither jeher für seine Ernährung und Lebensraumausbreitung nutzt.

Die Rückführung in eine Natur, die ohnedies dann auch nur sekundär wäre, gelänge nur wenn ein Großteil der Menschheit verschwände, was für Vernünftige und den Kulturmenschen seit den Hochkulturen wohl kaum denkbar und realisierbar wäre.

Die Oktroyierung dieser Naturphantasien von Naturphantasten von heute in einer überzivilisierten Welt führt also letztlich in den beschleunigten, aufgezwungenen Tod, ja zur Auslöschung vieler Menschen bis zu Resten einer Menschheit, die nicht an diese Naturphantastereien, einer von zunehmend extrem BIAS getriebener Wissenschaft glaubt, die sich immer weiter von Realität des praktischen Lebens durch einmaligen, aber nicht nachhaltigen Wohlstand getrieben, ins Ungewisse abtreiben lässt und eher Verwirrung als Klarheit bei dieser enormen Komplexität stiftet.

Geändert und ergänzt: 18. Juni 2024.

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