Verbesserte Kurzfassung des Vorläufer Vetsion mit KI:
Einführung
Backenklee (Dorycnium spp.), eine bislang nicht genutzte Kleeart in der Landwirtschaft, außer im Gartenbau. Die verschiedenen Arten von Backenklee könnten wegen ihrer Trockenheitstoleranz in Zeiten des Klimawandels und steigender Temperaturen wesentlich an Bedeutung gewinnen. Insbesondere für Biobetriebe und eigentlich alle Bauern die besonderen Wert auf Bodenverbesserung, Erosionsschutz und natürliche Biodiversität setzen, was ohnedies selbstverständlich sein sollte. Backenklee bietet dabei mehrere vielversprechende Vorteile.
Entdeckung im Wienerwald
Bei einer meiner botanischen Erkundungen im Wienerwald am 18. Juni 2024 stieß ich auf eine für mich neue, kleeartig blühende Pflanze. Diese entdeckte ich auf einem vor ca 15 Jahren angelegten Holzlagerplatz an der Ostseite eines natürlichen Eichen-, Hain- und Rotbuchenwaldes. Dank meiner botanischen Erfahrung und Google Lens konnte ich die Pflanze rasch als Backenklee identifizieren.
Natürlich werde ich diesen Standort in der nächsten Zeit noch weiter und intensiver beobachten, auch weil ich den Eindruck hatte, dass Backenklee eine auffällig Biomasse mit viele Blüten entwickelt, obwohl diese Kleeart auf einem planierten, kargen, humusarmen Boden am abgebaggerten Waldrand des Holzlagerplatz wuchs. Folgende Fotos dokumentieren das:




Bedeutung und Nutzen von Backenklee
Backenklee, (https://de.wikipedia.org/wiki/Backenklee) mitunter fälschlich von der KI auch „Haariger Hornklee“ oder „Heideklee“ genannt, könnte in trockenen Lagen eine neue wertvolle Pflanze für die Landwirtschaft in unseren niederschlagsärmeren Gebieten werden. Die Bedeutung liegt in mehreren hilfreichen Aspekten für Ackerbau und Grünland:
- Bodenverbesserung: Als Leguminose lebt Backenklee in Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien und verbessert mit dem gesammelten Stickstoff auch den natürlichen Humusgehalt im Boden, was der Bodenfruchtbarkeit und klimatischen CO2-Bindung hilft.
- Erosionsschutz: Dank des dichten Wurzelwerks trägt Backenklee zur Stabilisierung von Böden bei und verhindert Die Bodenerosion, besonders im steileren erosionsgefährdeten Gelände.
- Weide- und Futterpflanze: Backenklee könnte als heimische Leguminose wertvolles, lokal proteinhältiges Futter für Vieh und humusbildende Mikroorganismen liefern. Die auffällige Stängel-Masse könnte auch für Pferde eine besonderen Wert haben, der einen besonderen Strukturwert darstellt.
- Trockenheitstoleranz: Backenklee zeigt eine ausgeprägte Vitalität in trockenen, warmen Lagen, was ihn zu einer lokal wertvollen und hilfreichen Pflanze in Regionen mit geringem Niederschlag macht.
- Biodiversität: Backenklee fördert gleichzeitig die Biodiversität, da er Lebensraum und Nahrung für verschiedene Bodenmikroben, Insekten, einschließlich Bestäuber, bietet.
Klimabedingungen und Verbreitung
Backenklee gedeiht besonders gut unter trockenen klimatischen und ökologischen Bedingungen und ist im nahen Mittelmeerklima und trockenen Regionen der Welt verbreitet. Folgend sind die typischen Bedingungen und Länder, in denen man Backenklee üblicherweise findet:
- Klimatische Bedingungen: Mittelmeerklima mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Die Pflanze bevorzugt gemäßigte bis warme Temperaturen und ist nicht frostempfindlich.
- Niederschlagsverhältnisse: Niedriger bis mäßiger Niederschlag, idealerweise zwischen 300 und 800 mm jährlich. Die Pflanze ist an trockene Bedingungen angepasst und kann auch in Regionen mit weniger als 300 mm Niederschlag überleben.
- Verbreitete Länder und Regionen: Süd- und Südosteuropa (Spanien, Italien, Griechenland, Balkanregion), Mitteleuropa (Ungarn), Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien), Westasien (Türkei) und bestimmte Teile Australiens.
Das wohl beeindruckendste Vorkommen von Backenklee liegt inmitten in der inzwischen zur fast reinen zu Ackerbau gewordenen Region Hollabrunn.
Der Dürnberg, eine auffällige hügelige Erhebung im Bezirk Hollabrunn im Weinviertel zwischen den sonst relativ ebenen nö. Dörfern Nappersberg, Haslach und Oberstinkenbrunn, neben dem bekannteren Maria Roggendorf , in der dort mehr flachen aber Recht fruchtbaren Ackerlandschaft auf karbonathältigem Lössböden ist ein natürliches hügeliges Kleinrefugium wo der Backenklee, in einer Trockenrasen–Flora mit dominierenden Baumbewuchs dort neben weiteren 122 Pflanzenarten in der dort rundum herrschenden Ackerlandschaft mit viel Hackfruchtanbau, der blüht und sichtlich reich fruchtet, wie von einem Naturliebhaber in wächst.
Da dieser früher besiedelte Hausberg im Mittelalter wüst fiel und verlassen wurde und das bergige Areal nicht mehr kultiviert wird, verwildert es und wird von Bäumen natürlich langsam renaturiert. Naturschützer rufen aber seit Jahren Mithelfer auf die Natur der aufwachsenden Bäume zu vernichten.
werden aber Bäume sind offenbar dort und auch im Ackerbaugebiet des Weinviertels die wahre Natürlichkeit und mit der Kraft von Natur und Vegetation. Nur von dieser natürlicheren Natur kann heute quasi kein ein Mensch davon als Existenz überleben. Auf einigen von Gras bewachsenen Lichtungen gedeiht der Backenklee.
Landwirtschaftliche Nutzung in Österreich
In Österreich könnte Backenklee in den passenden trockenen und kalkhaltigen Regionen in Niederösterreich und dem Burgenland und am ehesten genutzt werden. Diese Kleeart bringt mehrfachen Nutzeffekte, so in der Bodenverbesserung, dem Erosionsschutz, als Futterpflanze und bei Biodiversität.
Da der Backenklee in Niederösterreich und Burgenland ohnedies als natürliche heimische Art vorkommt, was hier in Trockenrasen mehrfach botanisch dokumentiert ist, bestehen gute Chancen das Potenzial nutzen zu können. Die verschieden vorkommenden Backenklee-Arten verbreitern die Möglichkeit ihre spezifischen Eigenschaften zu nutzen.
Mit Forschungsprojekten an Bundesanstalten, Universitäten und Förderprogrammen (ÖPUL), könnte der Anbau und die Vorteile von Backenklee vertieft erforscht und unterstützt werden.
Herausforderungen und Potenzial
Trotz der vielen Vorteile ist Backenklee in der landwirtschaftlichen Praxis Österreichs noch nicht verbreitet und wird von offiziellen Programmen wie ÖPUL nicht berücksichtigt. Dabei können Backenklee-Arten in Zeiten des Klimawandels und vielfältigen Bodenschutz- und Biodiversitätsforderungen gleich mehrere fördernde Eigenschaften bieten, darunter die immer wichtigere Trockenheitsresistenz.
Forschung und weitere Schritte
Es gilt das großes Potenzial von Backenklee näher zu erforschen und für die Landwirtschaft zu testen. Jeder ist auch eingeladen die Pflanze zunächst auf Kleinflächen und in Biodiversitätsprojekten zu beobachten und zu testen. Erste wissenschaftliche Untersuchungen und praktische Versuche könnten die Nutzung und die Vorteile dieser Pflanze besser und tiefgründiger belegen und ihre Einführung in der landwirtschaftlichen Praxis vorantreiben.
Ein konkretes Beispiel ist der Deutsche Backenklee, auch bekannt als Seiden-Backenklee (Lotus germanicus oder Dorycnium pentaphyllum). Diese Art hat sich als besonders vielversprechend für trockene, nährstoffarme Standorte in warmen Lagen Ost- und Südösterreichs erwiesen. Weitere Arten wie der Rauhaarige Backenklee (Dorycnium hirsutum) könnten ebenfalls von Interesse sein. Die Samenvermehrung könnte erfolgen: sowohl in eigenen Gärten oder über die ARCHE NOAH Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt als niederösterreichischer Verein mit Sitz in Schiltern bei Langenlois (https://www.arche-noah.at/).
Schlussfolgerung
Angesichts der klimatischen Veränderungen und der zunehmenden Trockenheit könnte Backenklee eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Landwirtschaft Österreichs spielen. Die Pflanze bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten zur Bodenverbesserung, als Futterpflanze und zur Förderung der Biodiversität. Eine intensivere Erforschung und Förderung von Backenklee könnte dazu beitragen, die Anpassungsfähigkeit der österreichischen Landwirtschaft an den Klimawandel zu erhöhen.
Empfehlungen
Für die Zukunft wäre es ratsam, gezielte Forschungsprojekte und praktische Versuche mit Backenklee durchzuführen. Biobetriebe und landwirtschaftliche Forschungsinstitutionen sollten diese Pflanze auf Kleinflächen testen und die Ergebnisse dokumentieren. Zudem sollte eine Integration von Backenklee in offizielle Förderprogramme wie ÖPUL angestrebt werden, um seine Verbreitung und Nutzung in der Landwirtschaft zu unterstützen.
Durch die gezielte Förderung und Nutzung von Backenklee können Landwirte nicht nur die Bodenqualität und Biodiversität verbessern, sondern auch ihre Betriebe besser an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen.
Verwirrend sind bei Backenklee leider die vielen verschiedenen deutschen wie lateinischen Namen mit gleicher Bedeutung. Ich plane dazu eine Übersicht.



Die beiden Bäckchen dieses Schmetterlingblütlers gaben dem Backenklee den Namen

KI-Kurz-Zusammenfassung
Vorteile von Backenklee:
- Bodenschutz: Backenklee fixiert Stickstoff und verbessert die Bodenfruchtbarkeit.
- Erosion und Trockenheit: Schutz vor Bodenerosion und hohe Trockenheitstoleranz.
- Biodiversität: Fördert die biologische Vielfalt und bietet Lebensraum für Bestäuber.
- Futterqualität: Hochwertiges Futter für Nutztiere, besonders geeignet für Biobetriebe.
Herausforderungen:
- Verbreitung: Geringe Bekanntheit und Verbreitung in der Landwirtschaft.
- Förderung: Fehlende finanzielle Unterstützung für den Anbau.
Zukunftsaussichten: Weitere Forschung und Praxisversuche sind notwendig, um das Potenzial von Backenklee voll auszuschöpfen und seine Akzeptanz in der Landwirtschaft zu erhöhen.
Fotos von abreifendem Backenklee





Reich fruchtende, teifende Samensamen von Backenklee am 18. Juli 2024 am Waldwegrand vom Heuberg / Wien
https://de.wikipedia.org/wiki/Seiden-Backenklee#/media/Datei:Dorycnium_germanicum_sl16.jpg
Fruchtstände von reifem Backenklee am Dürnberg, eine auffällige hügelige Erhebung im Bezirk Hollabrunn im Weinviertel mit Blick auf die Ackerfelder zwischen den sonst relativ ebenen nö. Dörfern Nappersberg, Haslach und Oberstinkenbrunn in NÖ.

