Herbstzeitlosen Gift-Infos zu Futterwiesen

Zur Giftigkeit von Herbstzeitlosen in Futterwiesen

Zur Gefährlichkeit von Herbstzeitlosen in Silagen

⚫ Vorweg-Info: Herbstzeitlosen kann man leider in keinem Futter  tolerieren,  weil der Ausgang mit der Verfütterung leicht tödlich enden kann“

Herbstzeitlosen wachsen bevorzugt auf spät gemähten, extensivierten Wiesen mit nährstoff-verarmten schweren Böden, aber mit guter Bodenfeuchte und Wasserhaltekraft, also Böden mit durchaus guter Produktivität.

Es sind durchwegs aufgegebene frühere Futterwiesen, die keine keine nachhaltige Lebensexistenz mehr liefern.
Sie vermehren sich besonders stark in viel zu spät gemähten extensivierten Wiesen, wo auch meist wegen unrentabler Viehhaltung auch keine Düngung mehr erfolgt. Es sind durchwegs aufgegebene frühere Futterwiesen, die keine keine nachhaltige Lebensexistenz mehr liefern.

Es betrifft vor allem Wiesen, die nun ohne Düngung, also mit unterbrochener Kreislaufwirtschaft sind. Oft sind es Wiesen mit bereits ganz ohne Düngung infolge bereits aufgegebener Viehwirtschaft.


Die folgende Anfrage von einem Milchviehzüchter an mich vom 11. Mai 2024 aus NÖ zeigt mir und der Öffentlichkeit und sogar im Web, dass mit den geschaffenen Problemen sehr unzureichende Vorinformationen mit den fatalen Konsequenzen von Extensivierung und Biodiversitätsförderung als selbstverständliches Bildungswissen für Grünlandbauern bereit gestellt wird. So sehe ich mich als Grünlandexperte genötigt endlich Aufklärung zu schaffen.

Anfrage aus dem nö. Pielachtal:
Guten Morgen , habe Herbstzeitlosen auf der Wiese , wie gefährlich sind diese in der Silage oder besser den Ladewagen voll entsorgen 🤔?“

ANTWORT:

⚫ Herbstzeitlosen kann man leider in keinem Futter  tolerieren,  weil der Ausgang mit der Verfütterung leicht tödlich enden kann. Mir sind dazu auch Warnhinweise der AGES bekannt, was grenzüberschreitende Futterimporte betraf.

⚫ Nach der Verfütterung fangen die Tiere beim Mund zum Schäumen an, berichtete mir im offiziellen Kammerdienst ein betroffener Grünlandbauer in St Anton an der Jeßnitz (NÖ).

⚫ Herbstzeitlosen lassen sich mit Jauche leicht verbrennen und bekämpfen ist eine Praxiserfahrung.

⚫ Generell verhindert gute fachliche Düngung das massenhafte Aufkommen von Herbstzeitlosen in Futterwiesen.

⚫ Beim Ausglauben oder Ausreißen von Herbstzeitlosen sollte man selber sogar Handschuhe nehmen, um mit dem COLCHIZIN (Zellteilungs-Gift) der Herbstzeitlosen nicht in Berührung zu kommen …

Infos über Colchizin

https://de.wikipedia.org/wiki/Colchicin
Zum Vergleich Colchizin ist etwa 1000-Mal giftiger als Glyphosat (LD50-Wert).

Colchizin gehört zu den toxisches Alkaloiden, die die Zellteilung stören.

Strukturformel von Colchizin in Wikipedia

Ursachen zu vermehrtem Auftreten von Herbstzeitlose:


Fördermaßnahmen zur Extensivierung von Wiesen und zur Förderung von vermeintlicher geförderter Biodiversität und damit auch von Biolandbau führen oft zu einem völligen oder starken Verzicht der herkömmlichen Düngung aus der eigenen Viehwirtschaft.

Die unerwünschten Folgen des finanziell geförderten abrupten Abbruches der Düngung sind die starke Ausbreitung unerwünschter konkurrenzstarker Massenpflanzen wie Giftpflanzen, die bei klassischer Bewirtschaftung nicht auftreten oder nicht ins Gewicht fallen.

Immer mehr Futterwiesen werden durch die Ausbreitung von bereits mehreren Giftpflanzen für die Viehwirtschaft, aber auch für extensive Nutzung durch Pferde, Damwild, Almvieh etc unbrauchbar. Dabei spielt auch die etragsschädliche Vernässung der Wiesen durch nachlassende Erträge ein zunehmende Rolle.

Diese unüberlegte und vermeintliche ruckartige Schub zur Massen-Förderung der Biodiversität führt aber zu einer geförderten Wiesenvernichtung, weil das Futter solcher Wiesen unbrauchbar wird. Im nächsten Schritt , wenn keiner mehr mit solch verdorbenen Wiesen was anfangen kann, werden sie oft von monotoner konkurrenzstarker Vegetation überwuchert.


Die nun vermeintlich geförderte Biodiversität geht damit sogar unter, weil ohne bäuerliche Agrarkultur und mangels brauchbarer Nutzung die Vegetation in Gebüsch, Sträucher und zuletzt in eher in monotonen Wald übergeht.

Die vermeintliche Biodiversitätsförderung führt besonders durch die Giftpflanzen Ausbreitung zu einer Vernichtung der vorherigen vorhandenen Biodiversität, die gerade die diverse bäuerliche Bewirtschaftung geschaffen hat.

Diese agrarwirtschaftliche Futterwiesenvernichtung führt dann auch zum bäuerlichen Einkommensverlust, der zuerst oft zur Nebenerwerbswirtschaft zwingt und führt, weil die Bauern fleißig sind und so die Betriebe retten wollen. Wer aber verschuldet ist, muß den Betrieb aufgeben und einem größeren mit mehr Geldreserven überlassen. Der wird aber wiederum teils intensiver wirtschaften müssen um selber zu überleben. Der schwere, unbewirtschaftbare Rest wird dabei wiederum Wald. Beide Formen führen wiederum zu einer geringeren Diversität, als die es früher dort gab.

Die Politik, die scheinbar von Außenkräften seit Jahren zur Extensiverung und Biodiversitätsförderung getrieben wird, vernichtet so mit Gefälligkeitsprogrammen selber und auf Staatskosten die bäuerliche Diversität der Bewirtschaftung und der pflanzlichen Vielfalt. Einfach weil sie es nicht schafft, dass Bauern vom Erlös ihrer eigenen Produkte leben können.

Vielmehr verschafft sie den immer größer und monopolistischer werdenden Großabnehmern der immer mehr verarbeiteten bäuerlichen Produkte noch dominanter zu werden und den Bauern immer weniger an der Teilhabe des allgemeinen Wohlstandes zu haben, wie es das Landwirtschaftsgesetz aber verlangt. Besonders auch deshalb, weil sie Bauern ständig neue Regeln aufzwingt, aber offenbar blind oder doppelbödig agiert, was die selbe Strenge bei Importware des Handels betrifft.

Dabei ist das Phänomen der zunehmenden Giftpflanzen auf Wiesen (mir und er Kammer) schon seit Jahrzehnten bekannt, es wird aber offiziell viel lieber nicht artikuliert, wie mir immer vorkam. Den Naturschutz-Kreisen, wie mir scheint ist es egal, obwohl sie die Landwirtschaft zu ständig mehr Biodiversität auszwingen wollen, sie aber dabei selber damit dezimieren.

Es scheint denen auch nicht klar zu sein, dass es bei uns keine echt natürliche Natur schon lange nicht mehr gibt. Denn der Mensch nutzt und greift seit der Steinzeit in die Vegetation ein, so dass heute nur mehr letztlich Kulturland vorhanden ist, von den Niederungen der Flüsse bis zu den höchst gelegenen Almen mit Schwendung (Schlägerung, Schwaig) von Bäumen zur Ausdehnung der Futterfläche, wodurch sich erst der Artenreichtum geschaffen wurde und großflächig ausbreiten konnte. Diese historische Wissen wird scheinbar bei den Naturschützern, die sie gar nicht sein können, weil es es bei Landwirtschaft immer nur um jahrtausend altes kultiviertes Kulturland geht.

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