Ich erhielt ich folgende Whatsapp Anfrage eines Bauern aus Tirol im Oktober 2025:
Stimmt diese MR-Info?

Hier, die Info des MR Maschinenring Tiroler Oberland:

MR-INFO: Wertvolle Gräser fördern. Beim Mulchen wird der Aufwuchs geschnitten und zerkleinert, das Material bleibt auf der Fläche liegen. So werden Altgras und unerwünschte Pflanzen- reste entfernt, ohne dass Biomasse abtransportiert werden muss. ,,Das fördert wertvolle Gräser und Kräuter und sorgt für eine gleichmäßige Narbe“, erklärt Clemens Raffl, Agrarbetreuer beim Maschinenring Tiroler Oberland. Auch Problemunkräuter wie Disteln oder Jakobskreuzkraut werden durch regelmäßiges Mulchen geschwächt.
Futterwiesenexpertehumer:
Fachauskunft zum Text von Clemens Raffl, Agrarbetreuer beim Maschinenring Tiroler Oberland:
1
Am ehesten stimmt am Text zum Mulchen hier des MR, dass das Mulchen eine gleichmäßige Narbe liefert.
2
Mulchen bzw Schnitt verhindert gut die Ausbreitung von Jakobskreuzkraut bei einmaliger Mahd im Jahr.
Ich vermute sogar, dass es in Tirols Futterwiesen wo der MR tätig ist, gar kein Jakobskreuzkraut wächst, weil es meist nur auf ungedüngten und ungemähten Grünland sich ausbreitet.
3
Gelegentliches Mulchen hat keinerlei Wirkung auf die Schwächung oder Bekämpfung von Wasserkreuzkraut, Südafrikanischen Kreuzkraut und Disteln.
4
Problematik des Mulchens:
Das Mulchen zu hoher Futteraufwüchse ist aber problematisch: dicke Mulchmatten verhindern Aufkommen guter Gräser.
5
Wiesenpflage mit Nachmahd
Am einfachsten ist ein Wiesenpflege durch Nachmahd bei Weiden, sodass ungefressene Arten (wie ZB auch Knaulgras) nicht überhand nehmen.
PS
Hab nun spontan auch bei www.inaturalist.org einige Einträge zu eigenen Funden von Greiskräutern in Österreich und Bayern dort eingetragen. Es würde mir aber Wochen kosten, wenn ich alle meine Funde in NÖ und auf Autobahnen eintragen würde.
DI Johann HUMER, 15.Okt. 2025
